Physiotherapeutische Behandlung bei Morbus Parkinson

Parkinson gehört, wie Demenz und Alzheimer, zu den Krankheiten, die typischerweise im fortgeschrittenen Alter auftreten. Es handelt sich um eine degenerative Nervenerkrankung, es werden also Nervenzellen im Gehirn abgebaut, was zu körperlichen Einschränkungen führt. Betroffenen fallen Bewegungen immer schwerer, ihre Muskeln werden steif und ihre Gliedmaßen zittern im Ruhezustand.

Aktuell sind zwischen 300.000 und 400.000 Deutsche sind von Parkinson betroffen, etwa ein Prozent der über 60-jährigen erkrankt an daran. Was genau die Krankheit auslöst, ist bisher nicht bekannt, auch ein Heilmittel wurde noch nicht gefunden. Die Symptome von Morbus Parkinson lassen sich mittlerweile aber gut behandeln, auch die Physiotherapie spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Symptome einer Parkinson-Erkankung

Um Parkinson diagnostizieren zu können, muss das Kardinalsymptom Bradykinese oder Akinese in Kombination mit Rigor (Muskelsteifheit), Tremor (Zittern an Händen und Füßen) oder posturale Instabilität auftreten. Von Bradykinese spricht man, wenn Bewegungen nur noch deutlich verlangsamt ausgeführt werden können. Akinese bedeutet, dass eine Person gar nicht mehr in der Lage ist, sich zu bewegen. Von Posturaler Instabilität betroffene Personen können keine aufrechte Körperhaltung mehr einnehmen. Sie gehen ich vornübergebeugt, diese Haltung ist sehr charakteristisch für Parkinson und wurde bereits 1886 vom britischen Neurologen Sir William Richard Gowers beschrieben.

Symptome einer Parkinson-Erkankung

Um Parkinson diagnostizieren zu können, muss das Kardinalsymptom Bradykinese oder Akinese in Kombination mit Rigor (Muskelsteifheit), Tremor (Zittern an Händen und Füßen) oder posturale Instabilität auftreten. Von Bradykinese spricht man, wenn Bewegungen nur noch deutlich verlangsamt ausgeführt werden können. Akinese bedeutet, dass eine Person gar nicht mehr in der Lage ist, sich zu bewegen. Von Posturaler Instabilität betroffene Personen können keine aufrechte Körperhaltung mehr einnehmen. Sie gehen ich vornübergebeugt, diese Haltung ist sehr charakteristisch für Parkinson und wurde bereits 1886 vom britischen Neurologen Sir William Richard Gowers beschrieben.

Oft kommen weitere Symptome hinzu:

  • Starre Gesichtsmimik
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Vegetative Störungen, z. B. vermehrter Harndrang, Kreislaufschwäche oder Verstopfung
  • Start- und Stopphemmung beim Gehen
  • Instabile Haltung
  • Psychische Symptome, z. B. Niedergeschlagenheit und Antriebsmangel

Insgesamt führt Parkinson also dazu, dass die Ausführung von Bewegungen schwerer wird, das geht bis zum völligen Verlust der Bewegungsfähigkeit. Auch die psychischen Folgen sind nicht zu unterschätzen, Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit führen schnell dazu, dass Betroffene nicht mehr wie gewohnt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Auch der Verlust der Selbstständigkeit ist für viele Senioren ein großes Problem, Krankheiten wie Parkinson führen oft noch schneller in eine Abhängigkeitssituation.

Verlauf einer Parkinson-Erkrankung

Erste Anzeichen der Parkinson-Erkrankung können bereits früh auftreten. Oft geht die Feinmotorik verloren, die Schrift verändert sich oder das Gesicht wird starr. Auch dass die Arme beim Gehen nicht mehr mitschwingen, ist ein Hinweis auf Parkinson. Leider werden diese Symptome oft nicht bemerkt oder mit normalen Alterserscheinungen verwechselt.
Zwischen dem Auftreten dieser Symptome und der Parkinsondiagnose vergehen nicht selten mehrere Jahre. Die Beschwerden nehmen meist schleichend zu. Im Frühstadium können Bewegungsarmut, Zittern und Muskelsteifheit gut mit Medikamenten behandelt werden. Manchmal verschwinden die Beschwerden sogar vollständig.

Da die Schädigung der Gehirnzellen aber nicht aufgehalten werden kann, kommen die Symptome nach fünf bis zehn Jahren wieder. Zu diesem Zeitpunkt sind die Nervenbahnen meist soweit geschädigt, dass Medikamente die Symptome nicht mehr unterdrücken können. Jetzt können auch Probleme wie Sprachstörungen, Blasenschwäche oder Halluzinationen hinzukommen.

In Spätstadium der Erkrankung brauchen Betroffene zumeist ständige Unterstützung. Essen, Trinken, Aufstehen und Gehen ist ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich. Etwa 40 Prozent der Parkinson-Patienten entwickeln im Laufe der Erkrankung zusätzlich eine sogenannte Parkinson-Demenz. https://www.netdoktor.de/krankheiten/parkinson/demenz-bei-parkinson/ Bei der Demenzform ist das entscheidende Problem nicht das Vergessen, sondern der Verlost kognitiver Fähigkeiten. So fällt es Betroffenen schwer, einen Gedanken zu fassen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Mit Physiotherapie gegen den Verfall

Zwar hat die moderne Medizin noch kein Heilmittel für Parkinson gefunden, die Symptome lassen sich aber durchaus lindern. Durch die richtige Behandlung kann der Fortschritt der Krankheit auch verlangsamt werden. Neben Medikamenten ist es vor allem die Physiotherapie, die den Patienten beim Umgang mit den Symptomen helfen kann. Die Bewegungseinschränkungen führen dazu, dass die Muskeln schwächer werden, dadurch werden die Patienten noch inaktiver und die Verschlechterungen des Zustands werden spürbarer.

Mit physiotherapeutischen Maßnahmen kann die Krankheit zwar nicht gestoppt werden, die regelmäßigen Übungen verbessern aber die Beweglichkeit, sie lösen Verspannungen und erhöhen die Belastbarkeit. Dadurch werden Schmerzen gelindert und der Betroffene kann weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Wichtig ist vor alle, dass mit der Behandlung frühzeitig begonnen wird. Je früher der Physiotherapeut die Möglichkeit bekommen, mit dem Parkinson-Patienten zu arbeiten, desto länger können körperliche Funktion erhalten werden. Hier muss auch erwähnt werden, dass die Physiotherapie bei Morbus Parkinson eine dauerhafte Maßnahme ist, mit sechs Übungseinheiten ist es nicht getan. Der Therapeut muss regelmäßig mit seinem Patienten arbeiten können, nur so erkennt er Verschlechterungen und kann angemessen darauf reagieren. Der Patient muss sich darüber hinaus penibel an den Trainingsplan halten.

Bei Parkinson ist es besonders wichtig, die Übungen genau auf den einzelnen Patienten abzustimmen. Sie dürfen weder überlastet, noch unterfordert werden. Das Training soll Spaß machen und den Patienten dazu animieren, auch im Alltag aktiver zu werden, Betroffene und Angehörige sollten deshalb eine Praxis wählen, die sich auf den Umgang mit älteren Menschen spezialisiert hat. Wir bieten dieser Patientengruppe ein maßgeschneidertes Programm an. Das betrifft nicht nur die eigentliche Behandlung, auch beim Drumherum orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Senioren. Wir behandeln deshalb nicht nur in unserer Praxis, sondern kommen am liebsten zu unseren Patienten. Egal, ob sie noch zu Hause leben, in einem Pflegeheim, oder sich gerade im Krankenhaus befinden.

Parkinson zeigt sich nicht von Anfang an durch körperliche Symptome, die treten erst nach einiger Zeit auf. Hier liegt auch der Ansatzpunkt der Physiotherapie: Den Körper auf die Einschränkungen vorbereiten, bevor sie zur Belastung werden. Zwar kann die Krankheit nicht gestoppt werden, der Zustand kann aber durch die richtige Behandlung signifikant verbessert werden. Dadurch steigt die Lebensqualität der Betroffenen, das Risiko für psychische Begleiterkrankungen sinkt.

Maßnahmen der Physiotherapie

  • Üben von Alltagsbewegungen
  • Lösen von Muskelverspannungen
  • Gleichgewichtstraining
  • Gangschule
  • Erstellung eines Trainingsplans
  • Beratung von Betroffenen und Angehörigen

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