Physiotherapie bei Alzheimer und Demenz

Mit zunehmendem Alter setzen im Körper natürliche Verfallsprozesse ein, bei machen lässt die geistige, körperliche und emotionale Leistungsfähigkeit früher nach, bei anderen später. Gefeit ist vor diesem Schicksal bisher aber niemand. Auch bauen viele Menschen nicht in allen Bereichen gleichermaßen ab. Es kann also sein, dass eine geistige fitte Frau in einem stark geschwächten Körper gefangen ist. Auf der anderen Seite kann ein Patient kaum körperliche Verfallserscheinung zeigen, seine nachlassenden geistigen Fähigkeiten sorgen aber dafür, dass er seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren kann.

Während der altersbedingte Verfall noch vor wenigen Jahren als gegeben hingenommen wurde, gibt es heute eine Vielzahl an Therapieansätzen, die alten Menschen dabei helfen soll, ihre Selbstständigkeit und Würde auch im hohen Alter zu bewahren. Doch wie genau kann das funktionieren? Und welche Mittel kennt die Physiotherapie, Alterungsprozesse erträglicher zu gestalten?

Demenz und Alzheimer: Das sind die Ursachen

Wenn man sich dem Thema Demenz nähern will, muss man zunächst einige Begrifflichkeiten klären. Im Sprachgebrauch werden Demenz und Alzheimer oft synonym verwandt, manche betonen daraufhin, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Krankheitsbilder handelt. Tatsächlich ist beides teilweise richtig: Alzheimer ist eine Form der Demenz, andere Ausprägungen sind beispielsweise die Lewy-Body-Demenz oder die Vaskuläre Demenz.

Demenz und Alzheimer: Das sind die Ursachen

Wenn man sich dem Thema Demenz nähern will, muss man zunächst einige Begrifflichkeiten klären. Im Sprachgebrauch werden Demenz und Alzheimer oft synonym verwandt, manche betonen daraufhin, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Krankheitsbilder handelt. Tatsächlich ist beides teilweise richtig: Alzheimer ist eine Form der Demenz, andere Ausprägungen sind beispielsweise die Lewy-Body-Demenz oder die Vaskuläre Demenz.

Die Vaskuläre Demenz und Alzheimer treten am häufigsten auf, sie lassen sich anhand von Patientengeschichte und Verlauf unterscheiden. Im Gegensatz zu Alzheimer Patienten, haben solche mit vaskulärer Demenz oft schon einen oder mehrere Schlaganfälle erlitten. Bei letzterer kommt es außerdem häufig zu Lähmungen und Taubheitsgefühlen. Alzheimer beginnt außerdem meist schleichend, während die vaskuläre Demenz plötzlich auftritt und sich der Zustand des Betroffenen sprunghaft verschlechtert.

Die Diagnose wird durch häufig auftretende Mischformen auf. Die vaskuläre Demenz tritt selten ohne Alzheimer-Demenz auf. Diese Mischformen erschweren im medizinischen Alltag eine sichere Diagnose.

Risikofaktoren und Vorsorge

Nur in wenigen Fällen ist eine genetische Prädisposition für eine Demenzerkrankung verantwortlich, vielmehr sind – teilweise vermeidbare – Risikofaktoren ursächlich. Das größte „Risiko“ sind das Alter und die damit einhergehenden Begleiterscheinungen. So führt Schwerhörigkeit oft zur Isolationen, die geistige Ansprache nimmt ab und das Risiko, mental abzubauen, steigt. Hier ist ratsam, frühzeitig auf ein Hörgerät zurückzugreifen. Auch bestimmte Medikamente gegen Schlafstörungen, Depressionen und Inkontinenz scheinen das Demenzrisiko zu steigern. Auch Einsamkeit, Neurotizismus und Stress erhöhen das Demenzrisiko. Das fanden Forscher der Universität Göteborg in einer Langzeitstudie heraus.

Aber nicht nur Medikamente und psychologische Faktoren spielen eine Rolle, auch eine schlechte körperliche Verfassung wirkt sich negativ auf die Alterungsprozesse aus. Forscher nennen hier Bluthochdruck, Diabetes und ein Gewicht außerhalb der Norm. Dabei spielt es keine Rolle, ob man untergewichtig oder übergewichtig ist.
Sportliche Betätigung, gesunde Ernährung und ein allgemeine gesunder Lebensmittel sind also eine hervorragende Demenzprävention. Deshalb ist es schon im jungen Jahren wichtig, Bewegungseinschränkungen vorzubeugen. Verletzungen, chronische Verspannungen, Gelenkprobleme etc. sollten deshalb frühzeitig physiotherapeutisch behandelt werden.

Physiotherapeutische Maßnahmen

Auch wenn bereits eine Demenz vorliegt, kann die Physiotherapie dazu beitragen, die Lebensqualität des Patienten zu steigern. Wichtig ist beispielsweise Gangtraining: Selbstständig gehen zu können, erhält dem Betroffenen ein Stück Selbstständigkeit. Auch Gymnastik kann dem Patienten dabei helfen, beweglich zu bleiben und seinen Alltag selbst gestalten zu können. Auch das Körpergefühl und die Koordinationsfähigkeit wird durch die Bewegungsübungen verbessert. So wird das Sturzrisiko gemindert.

Verletzungen und körperliche Probleme, die den Patienten für eine bestimmte Zeit ans Bett fesseln, führen oft zu einer rapiden Verschlechterungen des geistigen Zustands. Bleibt der Patient aktiv, kann er mit anderen interagieren und wird nicht unfreiwillig von seiner Umwelt abgeschnitten. Auch Depressionen können so vermieden werden. Die Physiotherapie kann den Alterungsprozess zwar nicht umkehren, aber sie kann dazu beitragen, alten Menschen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Sie betreuen eine demente Person?

Nutzen Sie die Möglichkeiten der Physiotherapie und schenken Sie ihr ein Stück Lebensqualität!

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