Lymphdrainage

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Das Lymphsystem ist für das Filtern und den Abtransport von Flüssigkeiten im menschlichen Körper zuständig. Nach Operationen oder Verletzungen können die Stoffwechsel-Systeme im Körper aus dem Gleichgewicht geraten, vor allem das Lymphsystem ist anfällig für solche Störungen. Ist es in seiner Funktion gestört, sammelt sich Wasser im Lymphsystem und im Bindegewebe. Die Flüssigkeit staut sich unter der Haut und es bilden sich Ödeme. Das verzögert den Heilungsprozess, sorgt für Schmerzen und schränkt den Betroffenen in seiner Mobilität ein.

Viele Patienten sind der Lymphdrainage gegenüber erst einmal skeptisch. Wie Streicheleinheiten bei Schmerzen, Steifheit und Schwellungen helfen sollen, erschließt sich den meisten zunächst nicht. Tatsächlich beschränkt sich der Therapeut bei der Drainage auf sanfte Berührungen. Er streicht vorsichtig an der betroffenen Stelle entlang folgt dabei aber immer dem Verlauf der Lymphgefäße hin zu den Lymphstämmen. Diese Berührungen erfolgen aber keineswegs willkürlich, der behandelnde Therapeut weiß genau, welche Stellen er wie greifen muss, um die gestaute Flüssigkeit in Bewegung zu bringen.

Hier hilft die Lymphdrainage:

  • Verletzungen, z. B. Brüche, Blutergüsse oder Muskelschädigungen
  • Schwangerschaftsödeme
  • Beeinträchtigungen am Lymphsystem, z. B. nach der Entfernung von Lymphknoten in Folge einer Tumorerkrankung
  • nach Operationen
  • Arthrose
  • Rheuma

Medizinische Einsatzbereiche

Die Lymphorgane und -gefäße übernehmen verschiedenen wichtige Aufgaben im Körper. Sie transportieren täglich zwei bis drei Liter Lymphe – eine nährstoffreiche Gewebeflüssigkeit – durch den Körper. Nötig wird eine Lymphdrainage immer dann, wenn das lymphatische System seine Arbeit nicht mehr verrichten kann. Dafür kann es ganz unterschiedliche Gründe geben. Eine Herzinsuffizienz oder ein Nierenschaden können beispielsweise dazu führen, dass die Volumenbelastung für das Lymphsystem zu groß werden.

Techniken der Lymphdrainage


Wie zu Anfang bereits erwähnt ist eine Lymphdrainage mehr als bloßes Streicheln. Der Physiotherapeut greift je nach Stelle und Beschwerde auf verschiedenen Grifftechniken zurück. Im Gegensatz zur normalen Massage hat die Lymphdrainage keine Durchblutungsförderung zum Ziel, deshalb ist Kneten und Drücken nicht nötig.

Drehen, Pumpen, Schöpfen

Je nach Körperregion gibt es verschiedenen Grifftechniken, die genutzt werden, um die Flüssigkeit im Gewebe unter der Haut in Bewegungen zu bringen. Bei einigen Griffen arbeitet der Therapeut mit der flachen Hand, bei anderen ist eine bestimmte Handstellung nötig. Neben der Haltung werden auch die Bewegungen, die mit der Hand vollzogen werden, variiert. So streicht oder kreist die Hand über der betroffenen Stelle oder folgt den Lymphströmen mit pumpenden oder schöpfenden Bewegungen. Die Behandlung beginnt immer am Schlüsselbein, ganz egal, wo das eigentliche Problem liegt. Der Grund hierfür ist die hohe Dichte an Lymphknoten in dieser Körperregion.

Ist das zu behandelnde Lymphödem bereits verhärtet, muss der Physiotherapeut schwerere Geschütze auffahren. Hier kommt – verglichen mit den normalen Griffen – mehr Druck zum Einsatz. Auch die Fläche, die mit einem Griff „bearbeitet“ wird, ist größer.

Nachbehandlung

Um das Ergebnis der Lymphdrainage aufrechtzuerhalten, wird die eigentliche Behandlung oft um eine Kompressionstherapie erweitert. Hierbei wird mit Bandagen oder Kompressionsstrümpfen gearbeitet, um einen neuen Flüssigkeitsstau zu verhindern. Außerdem wird der Therapeut dem Patienten einige Übungen empfehlen, mit denen er selbst zu Hause das Lymphsystem unterstützen kann. Das kann leichtes Krafttraining, Radfahren oder Spazierengehen sein. Auch bestimmte Atemübungen können die Arbeit des Lymphsystems unterstützen.

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