Mobilisation bettlägeriger Patienten

Bei der Mobilisation denken viele zuerst an die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit nach einem Unfall oder eine Operation. Bei Patienten, die in ihrer Bewegungsfähigkeit bereits so eingeschränkt sind, dass sie ans Bett gefesselt sind, glauben die wenigsten, dass Mobilisationsübungen von großem Nutzen sind. Das ist aber ein Denkfehler, auch diese Patientengruppe kann von physiotherapeutischen Maßnahmen massiv profitieren. Mit der richtigen Behandlung kann eine Verschlechterung des Zustands aufgehalten werden. Unter Umständen kann die Bewegungsfähigkeit sogar teilweise wiederhergestellt werden.

Woher kommt die Bettlägerigkeit?

Zuerst muss man zwischen Menschen unterscheiden, die auf Grund körperliche Leiden das Bett hüten müssen und solchen, die wegen neurologischer Verfallsprozesse nicht mehr in der Lage sind zu gehen, zu stehen oder zu sitzen. Warum Menschen, die beispielsweise nach einer Wirbelsäulenverletzung im Krankenbett liegen, von der Physiotherapie profitieren können leuchtet ein: Die Bewegungsübungen im Liegen bereiten die Betroffenen langsam auf die Rückkehr in den Alltag vor. Außerdem wird durch konsequentes Training verhindert, dass Muskeln verkümmern und die Bewegungsfähigkeit nachhaltig eingeschränkt wird.

Aber auch Patienten, die wegen Demenz oder Alzheimer nur noch eingeschränkt bewegungsfähig sind, können effektiv mobilisiert werden. Natürlich lassen sich Verfallsprozesse nicht umkehren. Ein Zugewinn an Lebensqualität durch das regelmäßige Training mit einem Physiotherapeuten ist aber in aller Regel zu beobachten.

Folgen langer Bettlägerigkeit

Das Leben im Bett verbringen zu müssen, hat massive Auswirkungen auf den Patienten. Einerseits ist der Verlust der Mobilität eine starke psychische Belastung, vor allem wenn es keine Aussicht auf signifikante Verbesserung gibt. Verstärkt wird dieser Umstand durch den Personalmangel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Das Personal ist in der Regel bereits über die Schmerzgrenze hin ausgelastet; gerade Patienten, die sich nicht mehr selbst bemerkbar machen können, wird da nicht immer die nötige Aufmerksamkeit zuteil.

Ein Physiotherapeut unterstützt hier auf zwei Arten: Auf der einen Seite verbessert er das allgemeine Wohlbefinden, er lindert Schmerzen und schafft Erfolgserlebnisse. Allein die Fernbedienung wieder selbst greifen zu können, macht für manche Patienten einen riesigen Unterschied. Auf der anderen Seites sind die regelmäßigen Besuch einen Therapeuten, der auch bei einem Krankenhausaufenthalt an der Seite seines Patienten bleibt, eine willkommene Abwechslung. Das bekannte Gesicht und die Regelmäßigkeit tun dementen Menschen gut.

Natürlich muss man bei liegenden Patienten auch mit körperlichen Folgen rechnen. Hier sehen Sie ein paar der häufigsten Probleme, die im Ernstfall schwere Folgen nach sich ziehen können:

  • Muskelschwund
  • Verstopfung
  • Atemprobleme bis hin zu Pneumonie
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Thrombosen
  • Dekubitus

Viele dieser Folgen bedeuten für den Patienten Schmerzen, eine weitere Einschränkung seiner Selbständigkeit und einen erhöhten Pflegeaufwand.
Ein gutausgebildeter Physiotherapeut weiß genau, welche Übungen auch im Bett durchgeführt werden können und wie er mit einem dementen Patienten umzugehen hat. Mit dem richtigen Behandlungsplan löst er schmerzhafte Verhärtungen, trainiert Muskulatur, Gelenke, Sehnen und Bänder und schafft es unter Umständen sogar, dem Patienten seine Bewegungsfähigkeit teilweise zurückzugeben.

So profitiert der Patient von einem mobilen Physiotherapeuten

Der mobile Physiotherapeut kommt zum Patienten, egal, wo er sich gerade aufhält. Angehörige, die einen Demenzkranken oder Alzheimerpatienten zu Hause pflegen, müssen nicht selbst in der Praxis erscheinen. Der Therapeut kommt vorbei und bringt alles, was er für die Behandlung braucht mit.

Auch bei einem vorrübergehenden oder dauerhaftem Aufenthalt in einem Pflegeheim kommt der Therapeut zum Patienten – auch wenn er zwischenzeitlich auf eine andere Station, oder in ein Krankenhaus verlegt wird. Für Alzheimer- und Demenzpatienten sind vertraute Gesichter in diesen Situationen besonders wichtig.

Wir haben langjährige Erfahrung in der mobilen Betreuung bettlägeriger Patienten. Wir arbeiten mit Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen einen Trainingsplan aus und setzen ihn patientengerecht um. Die Häufigkeit der Besuche besprechen wir mit dem Patienten und den Angehörigen. Für uns stehen das Patientenwohl und die Wünsche der Angehörigen im Vordergrund!

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Kontaktieren Sie uns und wir erklären Ihnen genau, was wir für Sie tun können!

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